Banner3

1. Reisetag:

Da für den geplanten Abfahrtstag, Pfingst- sonntag Regen angesagt war, trafen wir uns bereits am Samstag, den 26.05.07 in Moers und fuhren gegen 09.00 Uhr in Richtung Kiel. Gegen 19.00 Uhr trafen wir dort ein und hatten keinen Regen gesehen. Über 2 Stunden lang suchten wir dann nach einem freien Hotel. In einen Nordic-Hotel fanden wir dann Zimmer für die Nacht

 

2. Reisetag:

Am Pfingstsonntag machten wir dann einen ausgiebigen Stadtbummel durch Kiel.

Gegen 16.00 Uhr waren wir im Fährhafen und warteten auf das “Check-in”, denn die Überfahrt und die Kabine waren vorgebucht

Um 17.00 Uhr war es dann soweit. Zusammen mit ca. 120 Harley-Fahrern konnten wir auf die Fähre.

Unsere Zweiräder wurden vorne im Bug verzurrt und wir suchten unsere Kabine auf

Abfahrt 1
Roller 1
In Kiel1
check in 1

Nach dem Duschen und Umziehen ging es an Deck, um das Ablegen zu beobachten. Danach ging es ins Restaurant und wir speisten ausgiebig. Auch Getränke gab es reichlich und erst gegen Mitternacht ging es in die Koje, um morgens fit für die Fahrt durch Schweden zu sein.

3.Reisetag:

Ab 07.00 Uhr gab es im Restaurant ein sehr gutes Frühstücksbüfett. Gegen 09.00 Uhr legte die Fähre pünktlich in Göteborg an. Wir verliessen die Fähre als Letzte und hatten damit freie Fahrt.

Zunächst ging es über die E6 bis Udevalla, wo wir auf die B177 abbogen. Und jetzt kam er doch, der Regen. Es begann wie aus Eimern zu schütten. Also kurze Pause und den Regenkombi übergezogen. Wir fuhren weiter bis Amotsfors, wo wir auf die B61 Richtung norwegische Grenze abbogen.

Gegen 18.00 Uhr passierten wir den Grenzübergang und suchten uns ein Hüttencenter. Bereits an der 2. Anlaufstelle hatten wir Glück. Wir konnten unsere nassen Sachen trocknen und machten uns noch einen gemütlichen Abend.

PIC00021
PDVD_007

4. Reisetag:

Gegen 09.00 Uhr verliessen wir unsere Hütte und fuhren über die E2 weiter Richtung Norden. Hinter Kongsvinger gelangen wir auf die E20 und es ging weiter bis Elverum. Ab hier ging es auf die E3 weiter bis Kvikne, kurz vor der E6. Herrlich zwischen den Bergen lag hier ein Hüttencenter.

Hier waren wir die einzigen Touristen und wir genossen den Abend in strahlendem Sonnenschein.

2.Hütte
vor Hütte2
vor Hütte 1
PIC00033

5. Reisetag

Von unserer 2. Hütte aus fuhren wir morgens bis zur E6 und dann in Richtung Trondheim. Bei Klett bogen wir ab auf die 707 und erreichten Flakk. Hier setzten wir mit der Fähre über den Trondheimfjord und gelangten auf die 715, auf der wir vorerst blieben.

Jetzt ging es richtig los. Es kamen Steigungen bis zu 13%, die meinem Roller schwer zu schaffen machten. Noch immer ziemlich voll beladen, ging es mit Vollgas und Tempo 30 kilometerlang bergauf. Kurz vor der Küstenstasse 17 nahmen wir dann die 3. Hütte und mussten uns wirklich mal richtig ausruhen.

Es war eine einfache Hütte. Wasser und Toilette (Donnerbalken) waren ausserhalb. Aber wir waren wieder alleine am Platz und konnten endlich auch mal das Gepäck neu sortieren und packen.

3.Hütte

6. Reisetag:

Nach verlassen der Hütte fuhren wir über die 715 weiter, bis wir die RV17 erreichten. Jetzt kam für mich das schönste Stück unserer Tour. Die berühmte Küstenstrasse zeigte sich von ihrer besten Seite, insbesondere da wir bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein die Natur geniessen konnten. Immer wieder wurde eine Pause eingelegt, um Fotos zu machen.

4.Hütte2

Schneebedeckte Berge, blaue Seen und viele Wasserfälle waren einfach sehenswert und luden zu Pausen ein. Drei kleine Fähren brachten und über die Fjorde und wir fuhren bis Lund, wo wir unsere 4. Hütte nahmen. Bei strahlendem Sonnenschein sassen wir bis nach 10.00 Uhr auf der Veranda und liessen den Tag nochmals auf uns einwirken.

7. Reisetag:

Nach dem Frühstück fuhren wir wieder auf die RV 17 und in Richtung Norden weiter. Die erste Pause machten wir bereits sehr früh, da auf einem kleinen Hügel am Wegesrand ein Elch stand. Dieser war aber nicht echt, sondern aus Metall. Wir kletterten hoch und machten Fotos. Man hatte von hier auch einen wunderschönen Ausblick auf die RV 17, die schon bald über eine riesige Brücke führte. Bevor wir jedoch dort ankamen, sahen wir am Wegesrand den richtigen Elch. Er wollte gerade die Fahrbahn überqueren, lief aber schnell davon als anhielten, um ein Foto zu machen.

Elch1

Nach überqueren der Brücke erwarteten uns 3 weitere Fähren. Gegen abend suchten wir dann nach einer Hütte für die Nacht. Aber da schon viele Touristen unterwegs waren und Hüttenplätze auf diesem Stück selten sind, war fast alles ausgebucht. Wir mussten uns dann für die Nacht mit einer bescheidenen Unterkunft zufrieden geben.

Brücke unterwegs Hütte4

8. Reisetag:

Frühzeitig brachen wir heute auf und hatten noch ca. 80km bis Bodö. Wir erreichten die 10.00 Uhr-Fähre und genossen bei wiederum strahlenden Sonnenschein die 4-stündige Überfahrt zu den Lofoten. Der Aufenthalt auf dem Sonnendeck verstärkte nachmals unseren Sonnenbrand, ohne das wir

PIC00083

es bemerkten.

Nach Ankunft in Moskenes fuhren wir dann auf der E10 weiter. Bei Leknes bogen in Richtung Stamsund ab und dann Richtung Sennesvik. Hinter Sennesvik liegt Ure und hier hatten wir für 4 Tage eine Rorbu bestellt. Ich war nun schon zum 3. Mal hier, aber noch nie war das Wetter so gut und warm wie diesmal.

Wir wurden von Tommy Sivertsen, dem Eigentümer der Ure-Rorbuer bereits erwartet. Ein feuchtfröhlicher Abend erleichterte uns vom ersten 5l- Partyfässchen Bier und erst als die Sonne kurz nach Mitternacht hinter den Bergen verschwand kamen wir ins Bett.

PIC00100

9. Reisetag

Heute war Sonntag und wir liessen uns mit dem Frühstück Zeit. Danach machten wir einen Ausflug entlang der Küste des Vestfjords bis wir wieder auf die E10 kamen. Es ging zurück nach Leknes, wo Kaffee getrunken und noch getankt wurde. Bevor wir Leknes erreichten, erlebten wir noch ein Naturschauspiel, was es bei uns nicht gibt: Eine Nebel- wolke kroch tief entlang der Berge und über das Wasser.

Ein sonniger schöner Ausflugstag neigte sich dem Ende. Gegen 22.00 Uhr bekamen wir Besuch von meiner befreundeten Lofotfischerfamilie Ketil und Toril.        Nun nahmen auch Partyfässchen 2 + 3 Abschied von uns, wobei ich erwähnen muss, das Nr. 3 verschenkt wurde..

PIC00094
PIC00087

10. Reisetag:

Nach dem Frühstück machten wir uns auf nach Leknes. Es wurde Fleisch zum Grillen und frisches Brot gekauft. Im Touristbüro kauften wir Postkarten und Briefmarken. Dann machten wir es uns in einem Cafe gemütlich. Hier gab es süsse norwegische Spezialitäten und einen guten Filterkaffee.

PIC00097

Erst nach Mittag fuhren wir zurück. Die See war ruhig und es war fast windstill. Wir beschlossen deshalb, ein Angeln unter der Mittsommernachtssonne durchzuführen. Es wurde deshalb zeitig gegrillt und zu Abend gegessen. Das 4. Partyfässchen wurde angefangen.              Tommy stellte uns ein Boot und drei Handangeln zur Verfügung und gegen 23.00 Uhr fuhren wir raus auf See.Ich kannte noch die guten Stellen der Vorjahre und es verging nur kurze Zeit, da hatten wir zwei prächtige Dorsche in unserer Kiste.

Dann ging es blitzschnell. Ein Stellungswechsel und wir brauchten nur noch einmal den Pilker runterzulassen.

Ich fischte mit Pilker und 5 Beifängern. Alle waren voll. 6 Seelachse auf einmal. Jetzt war es aber genug, denn soviel konnten wir garnicht essen.

Im Boot

Gegen 01.00 Uhr waren wir zurück und ich begann zu filetieren. Gegen 02.00 Uhr war es dann soweit: Es gab Fischfilet mit Bratkartoffel -mitten in der Nacht- !!! Es ist unglaublich, aber hier, fast am Ende der Welt, erlebt man alles, was man sich erträumt und es sich so vorgestellt hat.

11.Reisetag:

Heute ist unser letzter Tag auf den Lofoten. Wir machten nochmals einen Ausflug. Diesmal ging es nach Svolvaer, wo wir die Fähre nach Skutvik nehmen wollten. Diese Fähre wird Ende 2007 eingestellt, da eine neue Landverbindung gebaut wird.       Nach einem Stadtbummel ging es zurück nach Ure.

In Henningsvaer machten wir noch Rast, um den Hafen zu fotografieren. Heute waren nur wenige Schiffe da und wir fuhren weiter.

Bevor wir Ure anfuhren machten wir Rast im Hafen von Sennesvik. Dort arbeitete Mein

PIC00101 PIC00104

Freund Ketil in der Fischfabrik. Der Stockfisch, der seit Monaten zum Trocknen dort aufgehängt war, wurde nun zu grossen Paketen a 600kg zusammenge- stellt. Ketil führte uns durch die Fabrikhallen, wo der Fisch nach dem Fang aufbereitet wird. Gegen Abend wurde das 5. und letzte Party-Fässchen geöffnet

PIC00116
PIC00118

und die restlichen Fischfilet auf den Grill gelegt. Wir genossen den Abend bei Sonnenschein aber doch kühleren Temperaturen.

12. Reisetag:

Gegen 07.00 Uhr verliessen wir Ure-Rorbuer und machten uns auf den Weg zum Fährhafen Svolvaer. Wir erreichten die Fähre 08.45 Uhr und waren nach 2 Stunden wieder bei Skutvik am Festland.    Über die B81 ging es bis Ulsvag, wo wir die E6 erreichten. Von nun an sollte es Richtung Süden gehen.

Es ging durch viele Tunnel bis kurz hinter Rognan, wo wir das Nordness-Hyttecamp erreichten.

Auch hier war ich bereits vor mehreren Jahren und es war mir in guter Erinnerung geblieben. Wir bekamen auch eine gute Hütte und richteten uns für die Nacht ein.

PIC00142
PIC00131
PIC00154

13. Reisetag:       Heute morgen verliessen wir Nordness fuhren die E6 weiter zum Polarkreis.

PIC00181

Hier machten wir ausgiebig Pause. Es wurden Geschenke eingekauft und viele Fotos gemacht. Danach ging es ständig bergab. Eine Rentierherde am Wegesrand lud noch mal zum Halten und Fotografieren ein. Dann blieb die Schneelandschaft langsam zurück und es war eine herrliche Fährt durch grüne Täler, Seen und Wasserfällen.

PIC00186

Wir fuhren durch Mo I Rana und Mosjoen und suchten uns bei Grane eine Hütte. Ein toller Campingplatz mit guten Hütten lag direkt an einem rauschenden Bach. Hier verbrachten wir die Nacht.

 

14. Reisetag:

Nach dem Frühstück ging es wieder los. Die E6 führte dann durch Namdalen, immer am Namsen, dem wohl berühmtesten Lachsfluss Norwegens, entlang. Gegen Mittag erreichten wir vor Grong das dortige Lachsaquarium. Ein Besuch war einfach Pflicht. Ein hoher Wasserfall, für wandernde Lachse unüberwindbar, war hier mit einem Tunnel durch den Berg und einer Lachstreppe an der Seite versehen worden, sodass den aufsteigenden Lachsen kein Hindernis mehr im Weg stand.

Da es an diesem Tag besonders heiss war (26° - wolkenlos) kürzten wir den Besuch etwas ab, denn wir waren in unseren Kradklamotten nassgeschwitzt. Danach ging es weiter bis Levanger, kurz vor Trondheim. Hier fanden wir die nächste Hütte für die Nacht.

PIC00192 PIC00206
PIC00195

15. Reisetag:

Gegen 09.00 Uhr verliessen wir unsere Hütte und fuhren Richtung Trondheim auf der E6 weiter. Bei Klett, kurz hinter Trondheim bogen wir auf die E39 ab und fuhren am Fjord vorbei bis Halsa, wo wir wieder eine Fähre über den Halsafjord hatten.

Danach kam noch eine riesige Brücke über den Gjemnessund. Hier mussten wir zum ersten Mal eine Maut bezahlen. Bei Astad bogen wir ab auf die 666 und fuhren bis Eidsvag.             Über die 660 und der 64 ging es nach Andalsnes. wo wir die Nacht verbringen wollten. Aber alle Hütten waren besetzt und so fuhren wir einige km weiter. Dann ging es links hoch zu den Bergen und wir fanden Mjelva Camping og Hytter, wo wir eine Hütte frei war. Von hier war es dann auch nicht mehr weit bis zu den Trollstiegen.

16. Reisetag:

Heute war Sonntag, der 10.06.07. Heute war der Tag der 

PIC00209 PIC00215

Herausforderung für meinen Motorroller. Nur noch leicht beladen sollte es die über die Serpentinen die Trollstiegen aufwärts gehen. Es war für mich ein echtes Abenteuer. Zweimal kam mir in einer Kurve ein Reisebus entgegen. Ich musste auf der nur einspurigen Fahrbahn die Linkskurve ganz eng innen fahren. Ein komisches Gefühl, links am Gegenverkehr vorbeizufahren. Trotz Steigung von bis zu 12% hielt ich zweimal an, um Fotos zu machen. Bei der Ankunft am Gipfel wartete ich auf einem Parkplatz auf meine zwei Begleiter.

PIC00220
PIC00223
PIC00226

Nach einer grossen Pause ging es weiter, da wir heute auch noch den Geirangerfjord besuchen wollten. Wir blieben deshalb auf der B63 und kamen nach Linge, wo wieder eine Fähre auf uns wartete.

Wir überquerten den Norddalsfjord und kamen nach Geiranger. Hier warteten wir auf die Fähre nach Hellesylt.             Die einstündige Überfahrt war wieder ein Erlebnis, wozu vor allem das schöne Wetter beitrug. Man hatte einen klaren Blick auf die vielen Wasserfälle und steilen Berghängen.

Von Hellesylt folgten wir der B 60 nach Stryn. Hier ging es auf die E15 bis Oppstryn, wo wir wieder eine schöne Hütte am Strynvatn fanden.

PIC00235
PIC00241
PIC00250

Danach ging es weiter durch Bismo und Lom bis Otta, wo wir wieder die E6 erreichten. Bei Kvam in Gudbrandsdalen nahmen wir wieder eine Hütte für die Nacht.

PIC00259
PIC00277

17. Reisetag:

Von unserer Hütte aus fuhren wir heute morgen weiter und folgten der E15. Durch drei nasse, kalte und dunkle Tunnel ging es hoch zum Strynfjell. Wieder erreichten wir die Schneegrenze und genossen bei einer Pause den grandiosen Ausblick.                                Dann ging es weiter bis zum Pollfoss. Ein altes Hotel an einem rauschenden Wasserfall lud zum Mittagessen ein.

PIC00274

18. Reisetag:

Nach dem Frühstück packten wir unsere Mopeds und legten nach Karte eine neue Route bis Lillehammer fest, denn auf der E6 ist es sehr voll und wir wollten ja noch etwas von der Landschaft sehen. Bei Vinstra bogen deshalb ab auf die 255 und fuhren durch Espedalen und Gausdal. Eine tolle Strecke für Zweiräder. Kurz vor Lillehammer erreichten wir wieder die E6, dann bogen wir ab nach Lillehammer-Centrum.

 

Ein ausgiebiger Stadtbummel war angesagt. In der Fuss- gängerzone wurde zu Mittag gegessen und eingekauft.      Danach ging es weiter über die E6 nach Hamar. Wir bogen ab ins Centrum und fuhren die 222 bis Stange. Hier bogen wir ab auf die B24 und fuhren durch herrlich grüne Täler vorbei an Seen und Wildbächen.

PIC00282
PIC00284
DSCN6803

Bei Skarne bogen wir ab auf die 175 und fuhren durch das Tal der Glomma. Dann folgten wir der 171 und der 170 bis kurz vor Tangen.

Hier fanden wir einen schönen Campingplatz am See und mieteten eine Hütte für die Nacht.

PIC00291

19. Reisetag:

Heute wollten wir von Tangen über die B21 in 

Richtung Süden fahren. Entlang der schwedischen Grenze wollten wir bei Holtet nach Schweden fahren und dort einen schönen Platz für zwei Nächte nehmen. Aber es kam alles ganz anders als geplant.

Bei einer Rast gegen Mittag stellten wir fest, dass an Andy’s BMW der Hinterreifen mittlerweile so abgefahren war, das ein Stück Leinen zu sehen war. Auch an meinem Roller war der Hinterreifen fast ganz blank.

Durch Zufall hielten am gleichen Rastplatz zwei Norweger, die eine Bike-Tour durch die Umgebung gemacht hatten. Wir erklärten ihnen unser Problem und dann erfuhren wir die norwegische Art der Hilfeleistung: “Fahrt mal hinter uns her, wir kennen da jemanden in Halden, nur 15km von hier.”

In Halden angekommen hielten wir vor einem Maschinencenter. Hier standen Rasenmäher, Quads und Roller. Der Inhaber, Tor - Andre Bjerkeli, schaute sich die Reifen an, ging ins Geschäft und kam lächelnd

PIC00292

wieder zurück. Er hatte für beide Fahrzeuge einen Reifen vorrätig. Für meinen Roller sogar einen Heidenau K61! Er sprach kurz mit seinem Monteur in der Werkstatt und man versprach, sofort mit der Montage anzufangen.

Da sich alles nun bis zum Abend hinziehen sollte, fragte ich nach einer Hütte für die Nacht.

Kein Problem, erklärte Tor, sein Freund habe in der Nähe ein Hüttencenter. Ein Anruf von ihm und alles war geregelt.

Mit seinem Auto brachte er Andy und mich zum Hüttencenter, Wolle fuhr hinterher.

PIC00294

Bereits eine Stunde später war Andy’s BMW fertig. Gegen 17.00 Uhr konnte ich meinen Roller abholen.

Meine Empfehlung:  Wer als Zweiradfahrer in Südnorwegen Probleme bekommt, sollte sich unbedingt 

an Tor in Halden wenden. Er spricht gut englisch und ist unter: 0047 97 58 20 36 mobil zu erreichen.

20. Reisetag:

Bei strahlenden Sonnenschein verliessen wir unsere Hütte bei Halden und und fuhren auf die B22 nach Süden. Bei Holtet überquerten wir die Grenze nach Schweden und bogen dann ab zur Küste.

Entlang der schwedischen Schärenküste gelangten wir dann bis ca. 80 km vor Göteborg. Hier nahmen wir abseits der Strasse an einem See unsere letzte Hütte. In diesem Hüttencenter verlangte man von mir zum ersten Mal die Skandinavische Campingkarte.

Hier war alles “Luxus pur” und mit 700 SEK auch die teuerste Hütte auf unsere Reise.

PIC00297
PIC00301 DSCN6834
DSCN6825

21. Reisetag:

Gegen 10.00 Uhr verliessen wir unsere Hütte und fuhren weiter an der Küste entlang Richtung Göteborg. Wir gönnten uns ausgiebige Pausen und trafen nach Mittag am Fährhafen in Göteborg ein. Hier standen wir noch fast 4 Stunden bis zum einchecken in sengender Hitze auf dem Parkplatz.

DSCN6843

Dann war es endlich soweit und wir konnten an Bord. Hier war auf dem Sonnendeck bereits die Bar geöffnet und am Grill gab es Filet mit Folienkartoffeln und Krabbensalat.

Wir gönnten uns diesen Genuss und waren bis spät in den Abend auf Deck. Ein herrlicher Sonnen- untergang schloss diesen Tag ab

Dann wurde es frisch und am Himmel erschienen dunkle Wolken. In der Nacht regnete es dann und wir machten uns auf eine nasse Rückfahrt gefasst.

DSCN6859

22. und letzter Reisetag:

Bei unserer Ankunft in Kiel regnete es in Strömen. Bereits im Autodeck zogen wir unsere Regenkombis an und verliessen Kiel. Bei Neumünster machten wir unsere erste Tank- und Zigarettenpause.

Dann gings es bis Hamburg und durch den Elbtunnel. Nach Hamburg wurde dann trocken und später war auch mal etwas blauer Himmel zu sehen.

Vorbei an Bremen und Osnabrück fuhren wir bis Münster, wo wir auf die A43 abbogen. Bei Haltern verliessen wir die Autobahn und fuhren auf der B58 Richtung Wesel weiter. In Wesel stellten wir uns bei einem heftigen Gewitter nochmals unter das Dach einer Tankstelle.

Bei Elly in Drüpt (an der B58 / B57) verabschiedeten wir uns dann, und jeder fuhr nach Hause.

Werner bei Elly Wolle bei Elly

Zum Abschluss:  Diese Reise war einzigartig und wird unvergesslich bleiben. Zum guten Gelingen trug ein tolles Verstehen untereinander und

natürlich das Spitzenwetter bei. Bei 20 von 22 Tagen nur Sonnenschein und gutes Reisewetter, für unsere Mopedtour einfach genial. Bei einer gut ausgewählten Strecke mit erreichbaren Etappen erlebten wir wohl mit die schönsten Gegenden Norwegens. Allein die Fahrt entlang der Küstenstrasse 17 mit insgesamt acht Fährüberfahrten war einmalig und ist kaum noch zu überbieten. Angeln unter der Mitternachtssonne, Seeadler - Elche - Rentiere und Füchse hautnah erleben, so etwas bleibt einmalig.

Eine Roller- und Motorrad-Tour für das Jahr 2008 ist in Arbeit und ich werde in “Aktuelles” darüber informieren!

Euer “Rolleropa”

                           Werner